SEE 2007: eine andere Welt

June 12, 2007 at 3:00 pm Leave a comment


Letzte Woche war ich auf der SEE 2007-Konferenz in München. Die Konferenz sagt das zwar nicht offen im Namen, aber sehr deutlich durch das Programm: Es geht um klassische Vorgehensmodelle a la V-Modell.

Irgendwie war ich selbst als Vortragender zur Geschichte der agilen Methoden auf die Konferenz geraten. Der Vortrag war gut besucht und meine kleine Umfrage am Anfang ergab, dass ca. 95% der Teilnehmer xUnit benutzt, ca. 90% XP kennen und ca. 70% Scrum. Am Ende des Vortrags hatten wir eine angeregte, aber keine kontroverse Diskussion – ich hatte das anders erwartet.

Am Ende gab es dann noch eine Podiumsdiskussion über reichhaltige (cooler Marketinggag das Wording, Respekt) vs. agile Vorgehensweisen. Das Podium war mit 5 Klassikern und Christian Weiss von oose als Agilisten besetzt. Christian Weiss hat darüber im Blog von Bernd Oesterreich berichtet.

Dort schreibt er:

Mir fiel es jedenfalls schwer, Sinn und Zweck von Agilität überzeugend zu verdeutlichen. Vielleicht liegt hier aber auch das eigentliche Problem: Mein Eindruck war, dass beide Fraktionen im Grunde ihres Herzens dieselben Ziele verfolgen.

Letzteres glaube ich nicht so recht, denn: Auf der Podiumsdiskussion gab es eine kurze Phase, in der sich reichhaltig und agil anzunähernd drohten. Das hat der Moderator glücklicherweise unterbunden. Glücklicherweise, weil es nicht darum geht, ob man alle 3 Monate ein Stück Software ausliefert oder ob man auch in agilen Projekten Dokumentation schreibt (wenn es einen Sponsor dafür gibt). Es geht um die Geisteshaltung bei der Softwareentwicklung und um die Perspektive auf Kundenwert, Verschwendung (Lean, Kaizen), Verantwortung, Ehrlichkeit, Menschen und Teams. Und diese Sichtweisen scheinen mir mind. bei den Podiumsteilnehmern (ausgenommen Christian Weiss) gänzlich anders zu sein, als sie in agilen Projekten gelebt werden.

Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass ein Teil der Konferenzzeilnehmer wirklich gerne agil vorgehen würde und nur nicht so recht weiß, wie. Das habe ich jedenfalls aus einigen Diskussionen mitgenommen.

In diesem Sinne arbeiten wir weiterhin daran, Möglichkeiten zu finden, wie man agil vorgehen kann, auch wenn man nach außen nach V-Modell aussehen muss – V-Modell XS.

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