Der Nubbel, der die Boards rettet?

July 9, 2007 at 5:43 pm Leave a comment


Schon seit Urzeiten gibt es das Problem, dass Gabeln und Masten härter sind als Surfboards. Folglich bleiben Mast und Gabel in der Regel nach einen Zusammenprall (z.B. nach einen Schleudersturz) unversehrt, während auf dem Surfboard Dellen oder Löcher zurückbleiben.

So alt das Problem ist, ist alt sind die Lösungsversuche. Zunächst hat man eine Polsterung vor die Gabel gebaut und das Ding Gabelbaumprotektor genannt. Das ist etwas skurril, weil die Gabel gar keinen Schutz benötigt. Das war schon mal nicht schlecht. Aber nur, bis sich der Trend zu kürzeren Surfboards durchsetzte. Jetzt konnte die Gabel gar nicht mehr aufs Brett schlagen. Stattdessen hinterließ nun der Mast seine Spuren.

Die nächste Version der Gabelbaumprotektoren hatte unten eine Verlängerung, so dass ein Teil des Mastes mit abgedeckt wurde. Das hat wieder geholfen, hatte aber auch gravierende Nachteile: Man konnte beim Halsen nicht mehr richtig den Mast unter der Gabel fassen.

Außerdem wurden die Boards noch kürzer, so dass auch die verlängerten Gabelbaumprotektoren immer unnützer wurden. Also gingen die Boardhersteller das Problem an (auch wenn die sicherlich das kleinste Interesse an der Problembeseitigung haben). Einige brachten auf die Boardnasen eine Polsterung auf. Der Gabelbaumprotektor konnte vollständig entfallen. Nach Angaben des Surfshops meines Vertrauens hatte die Surfboard-Polsterung aber auch ihre Tücken: Nach sehr harten Schlägen, ist das Board unter der Polsterung zerbrochen. Man konnte den Schaden aber nicht sehen. Und das ist tückisch, weil sich das Board dann voll Wasser saugt und nicht mehr repariert werden kann.

Und dann gab es aufklebbare Schutzkappen für die Boardnasen. Bei einem Schleudersturz sind die zerbrochen, aber das Board blieb heil. Das Problem war hier, dass man je Board eine spezielle Schutzkappe brauchte und man die nur sehr schwer bekam.

Interessanterweise hat man erst jetzt begonnen, das Problem aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Warum versuchen wir die Folgen des Aufpralls des Masts auf das Board zu mindern? Warum verhindern wir nicht einfach, dass der Mast überhaupt auf das Board aufschlägt?

Rausgekommen ist der Nubbel, der auf diesen beiden Bildern zu sehen ist:

 

 

Der Nubbel wird einfach vor dem Mastfuß in die Mastschiene geschraubt. Er nimmt einen Teil der Aufprallenergie auf und lenkt den Mast wenn der Boardnase weg. Und zu allem Überfluss kann man das Board an dem Nubbel einfacher tragen als am Mastfuß.

An der Surfstation in Gold (Fehmarn) sind alle Boards damit ausgestattet und die sind begeistert (“noch kein Nasenschaden dieses Jahr”).

Es gibt übrigens noch eine andere Variante mit einer Rolle, die aber etwas klobiger ist.

Posted by Picasa

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