Sucht nach den Ursachen, Vorsicht mit Quick-Fixes

March 13, 2009 at 7:27 am Leave a comment


Entwickler wissen schon lange, dass es meistens keine gute Idee ist, einen “Quick-Fix” ins Programm einzubauen. Der bleibt ewig drin und die eigentliche Ursache wird nicht beseitigt. Dass sie trotzdem immer wieder Quick-Fixes einbauen ist eine andere Geschichte, die direkt zum Manifesto for Software Craftmanship führt.

Quick-Fixes gibt es nicht nur in Software, sondern auch in Prozessen. Und der Schaden, den sie in Prozessen anrichten ist mind. so groß wie der, den sie in Software anrichten. Ich hatte gerade jemanden in einem Workshop, der diese Frage stellte (ich gebe den Dialog sinngemäß und nicht wörtlich wieder):

Darf ich als Analyst beim Daily-Scrum etwas sagen oder nicht?

Meine Antwort war erstmal:

Das hängt davon ab, ob Sie zum Realisierungsteam gehören, also zu denjenigen, die sich auf das Sprint-Backlog committed haben. Wenn ja, müssen Sie etwas  sagen. Wenn nein, dürfen sie nichts sagen.

Aber dann stellte sich heraus, dass der Wind aus einer etwas anderen Richtung wehte:

Bisher habe ich immer etwas gesagt und ich glaube auch, dass es wichtig ist. Aber jetzt hat der Scrum-Master mit verboten, weiterhin etwas zu sagen.

Hoppla.

Warum das denn?

Antwort:

Naja, ich als Analyst habe halt häufig davon berichtet, dass wir die Anforderungen im Sprint-Backlog nochmal ändern müssen und das hat dann zu viel Unruhe im Team geführt. Und um diese Unruhe zu beseitigen, hat der Scrum-Master mich “ausgeschlossen”.

Aha. Das ist für mich ein Quick-Fix im Prozess. Das eigentliche Problem wird dadurch nicht beseitigt, schlimmer noch: es wird weniger gut sichtbar. Wenn man eine Root-Cause-Analysis durchführt, würde man schnell zu der Frage kommen, warum sich während des Sprints noch das Sprint-Backlog ändert. Und dieses grundlegende Problem muss beseitigt werden.

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