Programmierkatas


Auf den XP-Days Germany 2009 fand ein Format namens “TDD mit den Profis” statt. Die Idee ist, dass Paare bestehend aus einem TDD-Profi und einem nicht so erfahrenen TDDler gegeneinander antreten. Die Paare führen in kurzer Zeit TDD und Pair-Programming vor. Bei den XP-Days hatten die Paare in der Vorrunde 5 Minuten Zeit und im Finale 8 Minuten.
Ich bin mit meiner Pair-Partnerin ins Finale gekommen, musste mich dort aber mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

In der Vorrunde konnten sich die Paare sehr frei aussuchen, was sie vorführen. Im Finale gab es vorgegebene Code-Katas (siehe Konzept der Code-Katas siehe Wikipedia). Für die Vorrunde hatten wir mehrere Tage für die Vorbereitung Zeit, für das Finale 2 Stunden.

Code-Katas hatte ich vorher bereits programmiert. Allerdings nicht so, wie es für die XP-Days-Sessions notwendig war. In der Kürze der Zeit lässt sich nur dann sinnvoll etwas zeigen, wenn man die Übung auswendig und flüssig vorführen kann. Und dafür muss man sie einüben. Und das bedeutet, die Kata in der Vorbereitung mehrfach zu programmieren und immer wieder zu variieren, um den besten Ablauf zu finden.

Und dieses mehrfache Programmieren derselben Aufgabe war entgegen meinen Erwartungen nicht langweilig, sondern sehr interessant und lehrreich. So haben wir auf der Konferenz meine Finalaufgabe (Primfaktorzerlegung) nochmal während des Community-Day programmiert (im Rahmen eines Coding Dojos) und auf der Rückfahrt von Karlsruhe mit der Bahn nach Hamburg haben Bernd Schiffer und ich die Code-Kata nochmal programmiert.

Robert Martin hat die Code-Kata sogar zu Musik vorgeführt und damit Programmierung in die Nähe einer Kunstform gebracht.

2 Comments

  1. Also aus TDD-Sicht würde Uncle Bob dafür 110 Punkte bekommen (ein paar überflüssige Tests, die Quadratwurzelberechnung sollte eher durch Quadratberechnung ersetzt werden und etwas viel Codeänderung auf rotem Balken… 🙂 und nochmal 001 Sonderpunkte für mega-coole Performance, macht zusammdn 111 Punkte. 🙂

    Aber auch Eure Performance war super! Vielleicht sollten wir die Katas im nächsten Jahr wirklich mit 8 Wochen Vorbereitungszeit machen, dann sind die Chance auch fair, das in der Zeit wirlich fertig zu bekommen – als die Jury müsste noch weiter ausholen, um noch was zum Rumnörgeln zu finden 🙂

    Jens

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