Festpreise, Aufwandsprojekte und dann?

January 15, 2010 at 5:25 pm 2 comments


Vor kurzem habe ich hier zu Festpreisen und Aufwandsprojekten geschrieben. Und ich hatte versprochen noch etwas mehr dazu zu schreiben.
Das große Problem an beiden Vertragsformen ist ihre Kostenorientierung. Die Kosten stehen im Vordergrund und damit gehen auch immer alle Diskussionen in Richtung Kostenreduktion.
Ich möchte keine Kostenstelle sein! Ich will Geschäftswert schaffen.
Wie wäre es also zur Abwechslung mal mit wertorientierten Vertragsformen? Warum lassen wir uns als Softwareentwickler nicht prozentual an den Werten beteiligen, die unsere Software für den Auftraggeber schafft?
Dann haben Auftragnehmer und Auftraggeber dasselbe Ziel. Und wenn der Auftragnehmer durch Scrum ganz furchtbar produktiv wird, profitiert er auch davon.
Neu ist die Idee übrigens nicht. Kent Beck hat schon in der zweiten Auflage des XP-Buchs “Pay per Use” gefordert; ein mögliches Vertragsmodell, aber nicht das einzige.

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Lernen im 4. Quartal 2009 Flow, Pair Programming, Teams und das Unerwartete

2 Comments Add your own

  • 1. mandrezak  |  January 20, 2010 at 10:34 pm

    Hallo,

    das ist ein schönes Modell. Nur: Hand auf’s Herz – mit wie vielen Kunden würde man es machen, also: An wie viele Produkte, die man im Auftrag entwickelt glaubt man so stark, dass ich mich am geschaffenen Geschäftswert messen lassen würde.

    Und dann ist da noch: Vielleicht vermasselt ja Marketing alles, oder der Service. Aber am Ende habe ich meinen Job gemacht und die 8 Leute die dort gearbeitet haben müssen mit mir leer ausgehen obwohl sie geliefert haben. Aber die gesamte Wertschöpfungskette hat halt leider versagt. Aber dem Auftraggeber kann es egaler sein als mir, weil er ja noch zehn Eisen im Feuer hat und er muss ja nur die Entwickler bezahlen bei denen die gesamte Kette der Verwertung geklappt hat.

    Sehen wir mal ganz davon ab, wie man den geschaffenen geschäftswert denn wirklich misst und ob der Kunde es nicht (oft) schöner findet wenn ich eine Kostenstelle bin😦

    Aber: Wenn alles klappt und alles stimmt ist sicher alles schön.

    Das Problem mit Vertragsformen ist ja aber, dass sie die Dinge eher für den Fall regeln, das etwas schief geht. (Wenn alles klappt ist ja auch ohne Vertrag alles paletti). D.h.: Was passiert bei dieser Vertragsform eigentlich wenn etwas schief geht und Vertrauen schwindet?

    Anyway: natürlich würde ich gerne mal an einem tollen Produkt unter so einer Vertragsform arbeiten🙂

    LG

    Markus

  • 2. stefanroock  |  January 23, 2010 at 7:24 pm

    @Markus:
    >das ist ein schönes Modell. Nur: Hand auf’s Herz – mit wie vielen
    >Kunden würde man es machen, also: An wie viele Produkte, die
    >man im Auftrag entwickelt glaubt man so stark, dass ich mich am
    >geschaffenen Geschäftswert messen lassen würde.
    Aber sollte man solche Projekte überhaupt machen? unabhängig von der Vertragsform.

    Ist doch einfach Unsinn und auf jeden Fall demotivierend.

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