Otto InnoDays 2016: Ziele und Ablauf

May 21, 2016 at 8:59 pm Leave a comment


Ziele

Das Ziel der Otto InnoDays war, innovative Ideen zu generieren. Sabrina Hauptman dazu: “Wir wollen Freiräume schaffen und zum Anders-Denken anregen; Out-of-the-box-Denken.”

Rahmenbedingungen

Es gibt eine Mission für eCommerce bei Otto:

Mit unseren OTTO Experten finden wir innovative Ideen, die dem Kunden einen relevanten Nutzen verschaffen.

Dafür entdecken wir Unbekanntes, untersuchen komplexe Probleme und lernen aus Nutzerfeedback.

Wir erschaffen gemeinsam Innovationen für die OTTO E-Commerce Plattform.

Es wurden drei Challenges definiert, die im Rahmen dieser Mission Fokuspunkte setzen sollten:

  1. Otto ist da, wo Du bist.
  2. Voller Datendrang
  3. Reduce to the max

Für jede Challenge sollte es später einen eigenen Challenge-Sieger geben. Tatsächlich haben sie viele Projekte an den Challenges orientiert. So sind Mission und Challenges ein gutes Beispiel dafür, wie Alignment hergestellt werden kann, wenn das Was und Warum klar ist. Dann richten sich selbstorganisierte Systeme automatisch daran aus.

Überblick über den Ablauf

Die Otto InnoDays 2016 verliefen insgesamt über zwei Wochen. Die achttägige Ideenphase sollte inspirieren, Ideen hervorbringen und Ideen für die Umsetzungsphase selektieren. In der dann folgenden dreitägigen Umsetzungsphase wurden die selektierten Ideen von Teams so umgesetzt, dass sie am Ende der Woche präsentiert und bewertet werden konnten. An die Umsetzungsphase schloss sich eine Entscheidungsphase und eine potenzielle zweite (vorwöchtige) Umsetzungsphase an, die allerdings etwas von dem Event InnoDays abgekoppelt waren.

Ablauf

Ideenphase

In der Ideenphase wurden nicht einfach nur Ideen gesammelt. Es wurde auch Wissen vermittelt – z.B. zu Interviewtechniken und Prototyping. Auch die Nicht-Programmierer sollten erkennen, dass sie sinnvoll an der Umsetzung teilnehmen können. So konnten sie z.B. erfahren, dass man bereits viel über eine Idee lernen kann, wenn man “nur” einen Papier-Prototypen herstellt.

Schließlich wurden die Ideen publiziert und es wurde mit den Füßen abgestimmt. Wer ausreichend viele Mitstreiter für seine Idee finden konnte, konnte diese in der Umsetzungsphase umsetzen. Ideen, für die sich keiner interessierte, wurden nicht weiter umgesetzt.

In dem Foto sieht man alle eingereichten Ideen. Auf der roten Seite (links) finden sich die selektierten Ideen, auf der blauen Seite (rechts) stehen die Ideen, für die sich keine Teams gefunden haben.

2016-04-28 10.29.59

Umsetzungsphase I

In der Umsetzungsphase arbeiteten die Teams an ihren Projekten. Den Teams standen für die Arbeit durchaus “startuppige” Räumlichkeiten bei Otto zur Verfügung:

2016-04-28 11.13.06

Soweit ich das überblicken konnten, entwickelten dafür alle Teams lauffähige Software. Viele Teams haben ihren Code sogar direkt in die produktiv laufende Plattform integriert.

Die Ideen wurden am Freitag nachmittag im Planung vorgestellt und durch die Teilnehmer und eine Jury bewertet.

2016-04-29 13.36.40

Es gab verschiedene Kategorien, die jeweils eigene Gewinner haben konnten.

Entscheidungsphase

Besonders war, dass mit der Kürung der Gewinner die Geschichte noch nicht zu Ende war. Die Gewinner gingen in einen Recall, in dem bewertet wurde, wie diese zur Otto-Strategie passten. Sollte es einen Match geben, sollte das Projekt zeitnah weitergeführt werden. Dazu war in der Roadmap ein Puffer von 4 Wochen vorgesehen.

Diese Integration in die Roadmap ist im Gegensatz zu anderen Hackathons eine Besonderheit. Das Unternehmen committet sich vorher darauf, auch mind. eine Idee auch weiter zu verfolgen. Dadurch kann effektiv dem Gefühl entgegengewirkt werden, dass die ganze Verstanstaltung am Ende nur “Opium für die Entwickler” ist, um diese bei Laune zu halten. Otto zeigt mit seinem Ansatz deutlich, dass es um mehr geht: Es sollen tatsächlich innovative Ideen generiert werden, die auch ernsthaft für eine dauerhafte Umsetzung in Betracht gezogen werden.

Umsetzungsphase II

In der Umsetzungsphase II sollte dann im Rahmen der Roadmap 4 Wochen lang an einem der Gewinnerthemen weitergearbeitet werden. Jetzt, wo ich diesen Blogpost schreibe, ist mir nicht bekannt, ob und welches Projekt diese Entwicklungszeit erhalten hat.

Mehr zu den Otto InnoDays 2016

Die weiteren Blogposts in dieser Blogpost-Serie finden sich hier.

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Otto InnoDays 2016: Warum ich zuerst skeptisch war und dann doch teilgenommen habe. Otto InnoDays 2016: Der Kulturwandel

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