Revenge of the Nerds

Durch Dierk König bin ich auf einen Artikel von Paul Graham aus dem Jahr 2002 gestoßen: Revenge of the Nerds. Dort argumentiert Paul Graham, dass die Programmiersprachen sich mit der Zeit immer weiter an LISP angenähert haben, allerdings immer noch nicht die Ausdruckskraft von LISP erreicht haben (das ist schon erstaunlich, wenn man bedenkt, dass LISP bereits 1958 erfunden wurde). Außerdem behauptet er, dass die Programmiersprache eine große Rolle bei der Produktivität spielt. Die zweite These erscheint mir sofort plausibel und passt auch mit den gängigen Untersuchungen zur Produktivität in Softwareprojekten zusammen.
Die erste These war mir neu, scheint mir aber ebenso plausibel. Sie hat mich dazu animiert, nochmal an meine Studienzeit zurückzudenken, in der LISP-Programmierung zur Grundausbildung gehörte. Und tatsächlich: Die Programmiersprachen sind immer LISP-ähnlicher geworden und haben LISP immer noch nicht erreicht. Und ich trauere irgendwie doch immer mal wieder der Art und Weise nach, wie man LISP programmieren konnte. Es ist doch schon erstaunlich, dass man mit LISP bereits die Möglichkeit hatte, sich für sein Problem eine adäquate Sprache zu definieren und dann das Problem in dieser Sprache zu lösen. Modern ausgedrückt ist in LISP von Anfang an die Möglichkeit enthalten gewesen, DSLs (Domain Specific Languages) zu definieren. Smalltalk, Ruby, Python und Groovy sind trotz ihrer Dynamik nicht so ausdrucksstark geworden. Aber viel fehlt nicht mehr. Warten wir noch ein oder zwei Programmiersprachengenerationen ab und wir programmieren alle in LISP. Das heißt dann vielleicht etwas anders und hat vielleicht ein leicht andere Syntax, aber konzeptuell wird es LISP sein – wenn Paul Graham Recht hat. Irgendwie freue ich mich darauf und hoffe, dass ich selbst dann noch zum programmierenden Volk gehöre.

Revenge of the Nerds

Durch Dierk König bin ich auf einen Artikel von Paul Graham aus dem Jahr 2002 gestoßen: Revenge of the Nerds. Dort argumentiert Paul Graham, dass die Programmiersprachen sich mit der Zeit immer weiter an LISP angenähert haben, allerdings immer noch nicht die Ausdruckskraft von LISP erreicht haben (das ist schon erstaunlich, wenn man bedenkt, dass LISP bereits 1958 erfunden wurde). Außerdem behauptet er, dass die Programmiersprache eine große Rolle bei der Produktivität spielt. Die zweite These erscheint mir sofort plausibel und passt auch mit den gängigen Untersuchungen zur Produktivität in Softwareprojekten zusammen.
Die erste These war mir neu, scheint mir aber ebenso plausibel. Sie hat mich dazu animiert, nochmal an meine Studienzeit zurückzudenken, in der LISP-Programmierung zur Grundausbildung gehörte. Und tatsächlich: Die Programmiersprachen sind immer LISP-ähnlicher geworden und haben LISP immer noch nicht erreicht. Und ich trauere irgendwie doch immer mal wieder der Art und Weise nach, wie man LISP programmieren konnte. Es ist doch schon erstaunlich, dass man mit LISP bereits die Möglichkeit hatte, sich für sein Problem eine adäquate Sprache zu definieren und dann das Problem in dieser Sprache zu lösen. Modern ausgedrückt ist in LISP von Anfang an die Möglichkeit enthalten gewesen, DSLs (Domain Specific Languages) zu definieren. Smalltalk, Ruby, Python und Groovy sind trotz ihrer Dynamik nicht so ausdrucksstark geworden. Aber viel fehlt nicht mehr. Warten wir noch ein oder zwei Programmiersprachengenerationen ab und wir programmieren alle in LISP. Das heißt dann vielleicht etwas anders und hat vielleicht ein leicht andere Syntax, aber konzeptuell wird es LISP sein – wenn Paul Graham Recht hat. Irgendwie freue ich mich darauf und hoffe, dass ich selbst dann noch zum programmierenden Volk gehöre.