Posts tagged ‘Windsurfing’

Surfen auf Rügen

Die ersten beiden Oktoberwoche war ich mit der Familie im Urlaub auf Rügen. Mit Pausen haben wir 8 Stunden für die Anreise gebraucht – wer hätte gedacht, dass man auf Rügen von links unten nach links oben mehr als eine Stunde brauchen kann… Aber die Insel war für mich dann doch überraschend groß und überall ist der Bodden im Weg, so dass man große Bogen fahren muss.

Windsurf-Reviere
Auf der anderen Seite bietet der Bodden coole Surfreviere. Wir haben in Dranske gewohnt. Dort kam allerdings der westliche Wind schräg ablandig und war durch die Abdeckung erst weit draußen einigermaßen stabil. Daher sind wir jeweils die 10 Minuten nach Wiek gefahren. Dort kann man (gegen Geld) direkt am Wasser parken, hat einen großen Stehbereich und Westwind kommt auflandig. Man hätte in Wiek auch direkt am Wasser wohnen können (z.B. Villa Maris, Strandhaus Wiek), aber das wussten wir vorher nicht.

Sowohl in Wiek wie auch in Dranske gibt es Surfstationen – die in Wiek sah aber etwas schäbig aus.

An einem Flautentag haben wir uns noch Surendorf auf Rügen angesehen. Dort hat man in der Breite 12 km Stehbereich, kommt aber nur über den Campingplatz ans Wasser. Sah aber auch sehr nett aus.

Der Wind
Mit dem Wind hatten wir Glück. Wir waren 14 Tage auf Rügen und hatten an zwei Tagen weniger als 4 Bft. Drei weitere Tage lagen bei 4 Bft., so dass man mit dem Kite oder großem Windsurf-Segel hätte auf’s Wasser gehen können. Das bedeutet, dass wir 9 Tage zwischen 5 und 9 Bft. hatten – eine ganz nette Wind-Ausbeute.

Das Wetter
Der erste Tag war sonnig und über 20 Grad warm. Danach kam der Temperatursturz auf 10-14 Grad. Allerdings hatten wir kaum Regen und häufig Sonne. So war es ganz gut auszuhalten.

Die Landschaft
Landschaftlich war Rügen überraschend hügelig und überraschend stark bewaldet. Auf jeden Fall sehr nett. Und obwohl Rügen eher dünn besiedelt ist, haben wir für die Kinder immer ausreichend Abwechslung gefunden. Dabei hat uns der Reiseführer Was machen wir morgen, Mama? sehr geholfen.

Die Leute
Wir hatten das Gefühl, dass die Leute im Service im Schnitt unfreundlicher und weniger aufmerksam waren, als wir das in anderen deutschen Urlaubsgebieten erlebt haben. Es gab aber auch Ausnahmen, wie z.B. unseren Vermieter der Ferienwohnung Alter Schwede.

Mein Fazit
Kann man mal wieder machen. Mehr Infos zu Rügen findet man z.B. unter http://www.ostsee24.de/ostseekueste/insel-ruegen.

October 12, 2009 at 5:21 pm Leave a comment

Surfen im Juli: Gold und Am Brink

Der Juli hatte für mich persönlich eine ganz gute Ausbeute: Zweimal war ich am Wochende bei Südwestwind in Gold auf Fehmarn. Und jetzt am Freitag war ich bei ONO Am Brink auf Fehmarn.

Die beiden Tagen in Gold waren wirklich das Wechselhafteste, was ich seit langem (jemals?) erlebt habe: Sonne, Regen, Hagel, Gewitter und Windstärken zwischen 10 und 20 Knoten wechselten alle paar Minuten durch. Hervorzuheben war eine Sturmböe. Die kam von jetzt auf gleich und brachte viel Wind (zuviel, um 6.2 qm noch weiter zu fahren), viel Regen (soviel, dass ich das Ufer nicht mehr sehen konnte) und Gewitter (klar, bei Gewitter sollte man nicht auf dem Wasser sein; aber was macht man noch gleich, wenn man auf dem Wasser von Gewitter überrascht wird?). Glücklicherweise dauerte die Böe nur wenige Minuten und die Blitze haben mich verschont.

Am Brink am Freitag war ich mit 6,2 qm unterwegs – erst entspannt, dann etwas überpowert. Die Wellen waren moderat (im Maximum vielleicht 1,5 m hoch) und damit in dem Bereich, den ich noch beherrschen kann. Und wg. des Ostwindes war es super sonnig und warm. Mein bester Tag in diesem Jahr.

July 27, 2008 at 8:53 am Leave a comment

Windsurfen am ersten Advent

2.12.2007: Gold auf Fehmarn (leider ohne Bild), für 2 Stunden 4-5 Bft. aus Süd (angesagt waren 6-7 Bft. den ganzen Tag lang, tse, tse, tse, diese Windvorhersagen). 7 Grad Luft, 6 Grad Wasser.

Damit kann ich jetzt schon eine vorläufige Bilanz für das Windsurfjahr 2007 erstellen: Ich war an 11 von 12 Monaten Windsurfen – in Deutschland, auf der Ostsee – nur der Februar war zu kalt. Aus Windsurfperspektive sehr schön – klimatechnisch beunruhigend.

December 9, 2007 at 7:03 pm Leave a comment

Windsurfen auf Sardinien: Porto Pollo

Die letzten beiden Oktoberwochen war ich mit Frau und Kleinkind für 12 Tage in Porto Pollo (auch: Porto Puddu) im Norden Sardiniens. Gewohnt haben wir im Windsurf Village Porto Pollo, einer netten Appartmentanlage, von der aus man ca. 100-200 Meter Fußweg zum Wasser hat.

Wind und Wetter
Die erste Woche hatten wir viel Sonne, Wärme und kein Wind. Zu Beginn der zweiten Woche hatten wir zwei halbe und einen ganzen Tag Wind, allerdings Regen und nur 10 Grad Lufttemperatur – war aber noch erträglich, weil das Wasser noch knapp 20 Grad hatte. Der Wind lag zwischen 4 und 7 Bft. Die Temperatur erhöhte sich in den nächsten Tagen schrittweise, immer wieder mit Regen. In den heizungslosen Appartments war es in der zweiten Woche sehr kalt.

Also hatte ich rein rechnerisch eine Windwahrscheinlichkeit von ca. 25 Prozent und eine Regenwahrscheinlichkeit von 40 Prozent.

Im Sommer ist die vorherrschende Windrichtung wohl Ost (Sideshore von rechts mit Flachwasser). Der Wind, den ich im Oktober erlebt habe, kam von Nord (auflandig). Er hat kleinere Wellen mitgebracht, die in Kombination mit sehr kleinen Stehbreich (ca. 5 Meter) den Start etwas erschwert haben.

Spot
Die große Bucht ist zu 3 Seiten abgeschlossen und durch die kleine Öffnung zum Meer sieht man Korsika, so dass die Buch optisch vollständig abgeschlossen scheint.

Es gibt nur einen minimalen Stehbereich (ca. 5 Meter). Bei dem im Sommer vorherrschenden Ostwind kann man wahrscheinlich auch noch bei starkem Wind einen Schotstart hinkriegen, so dass Wasserstart wahrscheinlich nicht unbedingt notwendig ist.

Neo
In der ersten Woche hätte ein Shorty gereicht (wenn denn Wind gewesen wäre). Als Wind kam, war Kurzarm-Anzug mit Ansteckärmeln OK. Es sind aber auch Leute mit Handschuhen und Haube auf dem Wasser gewesen.

Station
In der Bucht von Porto-Pollo gibt es mind. 3 Surfstationen und ebensoviele Beachbars, die aber entweder schon geschlossen waren oder fleißig mit Einpacken beschäftigt waren – ich finde, das macht eine merkwürdig depresssive Stimmung. Die Station, die direkt beim Windsurf-Village liegt, hat aktuelle RRD-Boards und North-Segel. Letztere allerdings mit sehr langen Vario-Tampen. Die waren mir mit Hüfttrapez auch in der kürzesten Einstellung noch viel zu lang.

Die Mietgebühren liegen im internationalen Mittelfeld (210 EUR / Woche, 150 EUR / 10er Karte). Materialversicherung liegt bei 30 EUR je Person und Woche.

Neben Surfmaterial kann man auch Kajaks, Laser und Katamarane mieten.

Anreise
Am Besten fliegt man nach Olbia und dann mit dem Mietwagen weiter. Ein Auto vor Ort ist auf jeden Fall empfehlenswert, weil es in Porto Pollo selbst wenig gibt (ein, zwei Restaurants und ein kleiner Supermarkt).

Oder man fährt den ganzen Weg mit dem eigenen Auto und setzt mit der Fähre über – das scheint insbesondere für Schweizer eine gern genommene Variante zu sein.

Fazit
Sardinien ist nett. Im Oktober ist es aber nicht die erste Wahl – weder für Windsurfer noch für Sonnensuchende.

November 5, 2007 at 8:34 pm Leave a comment

Windsurfing im Juli

Bisher hat das Jahr bzgl. Wind ja eher enttäuscht. Bis letzte Woche Freitag hatte ich genau drei gute Surftage in diesem Jahr (einen im Januar, einen Ostern und einen im Mai). Das Wochenende hat dann aber doch etwas entschädigt: Samstag und Sonntag 5-6 Bft. bei strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen auf Fehmarn.

Mir tut alles weh. So soll es sein…

July 9, 2007 at 5:26 pm Leave a comment

Kundenservice bindet Kunden, oder auch nicht

Viel von meinem Surfmaterial kaufe ich auf Fehmarn im Surfshop Landkirchen. Die Leute da sind nicht nur sehr nett, sondern beraten auch hervorragend. Darüber hinaus sind sie wirklich kundenorientiert.
Beispiel 1: Mein neuer Neo reißt am Rücken. Klar, das ist eine Reklamation. Normalerweise muss ich als Kunde jetzt zum Händler gehen und der schickt die defekte Ware an den Hersteller und wenn der Hersteller die Ware ersetzt hat, bekomme ich sie vom Händler. Das ist als Windsurfer eine mittlere Katastrophe, aber auch bei anderen Waren sehr nervig. Im Surfshop wird nicht lange rumgeeiert. Ich gebe meinen kaputten Neo ab und bekomme sofort einen neuen in die Hand gedrückt. Wenn nichts passendes Neues da ist, bekomme ich einen Leihanzug.

Beispiel 2: Ich verliere das Abschlussteil einer Segellatte für ein altes Segel. Damit ist das Segel erstmal unbrauchbar. Also hin zum Surfshop. Die haben leider kein Ersatzteil da. Pech? Nein: Die packen ein neues Segel aus und bauen das Abschlussteil von dem neuen Segel ab.

Gegenbeispiel: Ich kaufe mir einen Kaffeevollautomaten. Leider fehlt der Wassertank – ist anscheinend nach dem letzten Schritt in der Qualitätssicherung nicht mit eingepackt worden. Ich wende mich an den Händler. Der Händler wendet sich an den Hersteller und ich warte. Und warte. Und warte. Alle zwei Tage frage ich nach – ich hatte mich so lange auf die Kaffeemaschine gefreut. Ich schlage das Surfshop-Vorgehen vor: Baut doch einen Wassertank aus einem anderen Gerät aus und wenn der Hersteller den neuen Wassertank schickt, baut Ihr ihn dort ein. “Nein, das geht leider nicht.” Warum geht das denn nicht? Natürlich geht das. Die wollen nur nicht. Also warte ich 3 Wochen darauf, dass die längst bezahlte Kaffeemaschine funktionsfähig wird.

Für mich liegen zwischen dem Surfshop und dem Kaffeemaschinenhändler Welten im Bereich Kundenservice. Natürlich kann man einwenden, dass ich Stammkunde im Surfshop bin und daher besonders kulant bedient werde. Beim Kaffeemaschinenhändler war das mein erster Einkauf. Wenn ich dort Stammkunde wäre, wären die vielleicht auch kulanter gewesen. Das ist die “ohne Preis kein Fleiß”-Perspektive. Beim Surfshop gucken die anders drauf. Bereits bei meinem ersten Kontakt mit denen, haben sie mir bei einem Problem mit einem Neo geholfen, den ich ich woanders gekauft hatte. Das macht wirklich Eindruck.

April 20, 2007 at 5:42 am Leave a comment

Surfen mit der Jungfamilie

Mit der Familie mit kleinem Kind irgendwo Urlaub zu machen, wo man Surfen kann und dem Kind trotzdem was geboten wird, ist gar nicht so einfach – jedenfalls wenn man nicht wegfliegen will.
Eine sehr interessante Möglichkeit haben wir letzte Woche kennengelernt. Das Familotel Gut Nisdorf liegt kurz vor Stralsund und ist daher von uns aus in 3,5 Stunden (VW-Bus) noch in vertretbarer Zeit erreichbar. Durch das Familotel-Konzept war für Mika (1 Jahr) alles da und wir Eltern konnten uns ganz gut entspannen.
Und der jetzt der Clou: Das Hotel liegt direkt am Saaler Bodden und eine geeignete Stelle für den Einstieg zum Surfen befindet sich ca. 150 Meter vom Hotel entfernt. Sicher ist der Bodden nichts für Wellenfreaks, aber Flachwasser mit riesigem Stehbereich ist auch ganz nett.
So bin ich dann am Donnerstag vor Ostern bei 6-7 Bft. Westwind zu meinem Spaß gekommen.

Mein persönliches Fazit: Das Hotel war super und die Kombination mit dem Surfrevier ein echter Hit. Wir werden da sicher wieder hinfahren und wenn Mika drei Jahre alt ist, gibt es für ihn auch Kinderbetreuung im Hotel und Silke und ich können endlich mal wieder gleichzeitig auf’s Wasser.

Bilder vom Hotel gibt es auf Mikas Blog (Einträge vom 08.04.2007).

April 8, 2007 at 5:35 pm Leave a comment

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