Otto InnoDays: ein paar Thesen

June 8, 2016 at 9:12 am Leave a comment


Aus den InnoDays können Otto und andere Unternehmen viel lernen – auch über die internen Prozesse und Strukturen. Ich habe dazu ein paar Thesen zusammengeschrieben. Vielleicht helfen diese, in der Zukunft noch bessere InnoDays zu gestalten – bei Otto und anderen Unternehmen.

InnoDays als dauerhafter Arbeitsmodus

Die Ergebnisse der Otto InnoDays waren größtenteils geeignet, um die Wertschöpfung zu erhöhen. Das zeigt sich auch darin, dass von den sieben Gewinnern fünf für die finale Umsetzung ausgewählt wurden (und nicht nur, wie zunächst vereinbart, nur eines).

These: Wenn man Entwicklungsteams ausreichend kundennah aufstellt, braucht man keine übergeordneten Roadmap-Planungsprozesse mehr. Man kann InnoDays zum regulären Arbeitsmodus machen.

Siehe dazu auch Agile Fluency Modell, 3 Sterne.

Einbindung von Endkunden

Die Ergebnisse der InnoDays hätten noch besser sein können, wenn es eine noch größere Kundennähe gegeben hätte. Das hat sich vor allem dort gezeigt, wo man nicht den Service für existierende Kundengruppen verbessern, sondern neue Kundengruppen (“die jungen Leute”) ansprechen wollte.

These: Die Teams sollten direkten und intensiven Kontakt zur anvisierten Zielgruppe haben. Personen der Zielgruppe können temporär oder dauerhaft Teammitglieder sein.

Das ist übrigens keine “neumodische utopische Idee”, sondern ein alter (leider in Vergessenheit geratener) Hut: siehe Participatory Design.

Vernetzung von Ideen

Jede initiale Idee hat wertvolle und vollkommen bescheuerte Anteile. Die wertvollen Anteile müssen herausgearbeitet und die bescheuerten Anteile entfernt werden. Das geht am Effektivsten, wenn Ideen durch mehrere Gehirne gehen. Das einsame Genie ist ein Mythos (siehe Keith Sawyer: “Group Genius”).

These: Ideen müssen durch mehrere Gehirne gehen und miteinander vernetzt werden. Ein frühzeitiges Aussortieren “schlechter” Ideen ist genauso kontraproduktiv wie ein frühzeitiges Commitment auf “gute” Ideen.

Man kann hier das Design Thinking-Prinzip “Defer Judgement” wiedererkennen.

Fazit

Die Otto InnoDays 2016 waren eine coole Veranstaltung. Die Ergebnisse sind wertvoll für Otto. Das Otto uns als Beobachter zuließ, kann uns als Community helfen, noch besser zu werden.

Das Erreichte ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Vielleicht helfen meine Thesen, um aus coolen InnoDays großartige InnoDays zu machen.

Mehr zu den Otto InnoDays 2016

Die weiteren Blogposts in dieser Blogpost-Serie finden sich hier.

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Otto InnoDays 2016: Die großen Filter Otto InnoDays: Zusammenfassung

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